Die Entwicklung des Slasher-Genres und Filmclip aus SLAYED – Jetzt im Heimkino (SquareOne Entertainment)

by Pierre Wilke

mit Lochlyn Munro, Isabella Gomez, Jon Huertas, Yancy Butler, Froy Gutierrez u.a.
Regie: John Berardo
 
als Download erhältlich und erscheint am 26.08. als TVoD und am 27. August auf DVD und Blu-ray.

Seit heute ist der packende Teen-Slasher SLAYED – WER STIRBT ALS NÄCHSTES? als Download erhältlich und erscheint am 26.08. als TVoD und am 27. August auf DVD und Blu-ray.

Aus diesem Anlass haben wir uns etwas mit der Geschichte und Entwicklung des Slasher-Genres befasst und einen Filmclip aus SLAYED – WER STIRBT ALS NÄCHSTES? dazugepackt. Clip und Text unten dürfen gerne so übernommen oder als Anregung aufgegriffen werden.

„‘Scream ‘ für die Generation Z“, schreibt BoxOfficeBuz.com über SLAYED – WER STIRBT ALS NÄCHSTES? und trifft damit den Nagel genauso auf den Kopf, wie der packende Teen-Slasher den Nerv unserer Zeit. Denn der aufregende Mix aus Thriller, Krimi und Horror vermischt Social Media mit einer Menge Blut und nimmt Bezug auf aktuelle und relevante Topics wie Cyber-Mobbing und #metoo.

Zur anstehenden Veröffentlichung von SLAYED – WER STIRBT ALS NÄCHSTES? werfen wir einen Blick auf die Entwicklung des Genres der Slasher-Filme und zeigen einen Filmclip aus dem Heimkino-Highlight mit „This Is Us“-Star Jon Huertas und „Kick-Ass“-Star Yancy Butler.

Jede Generation hat ihre Slasher-Filme

Die Anfänge des Genres gehen auf die 1960er-Jahre und u.a. auf Alfred Hitchcocks „Psycho“ (1960) zurück. Im darauffolgenden Jahrzehnt bereiteten dann Klassiker wie „The Texas Chainsaw Massacre“ (1974) den weiteren Weg bis hin zur Blaupause des modernen Slasher-Films schlechthin: „Halloween – Die Nacht des Grauens“ (1978).

John Carpenters Grusel-Meisterwerk läutete die erste Hochphase des Genres ein, in dem bevorzugt eine Gruppe von Teenagern von einem oftmals maskierten Killer dezimiert wird. So trieb nicht nur Michael Myers in den kommenden Jahren zuverlässig sein mörderisches Unwesen zu Halloween. Jeweils „Freitag der 13.“ ging Jason Voorhees seit 1980 nicht weniger rabiat ans Werk. Und Wes Craven schickte ab 1984 in „Nightmare – Mörderische Träume“ noch Freddy Krüger ins blutige Rennen. Alle drei Killerfiguren avancierten rasch zu Ikonen der Filmgeschichte und Populärkultur. 1988 gesellte sich noch „Chucky – Die Mörderpuppe“ zur illustren Runde wiederkehrender Leinwandmörder, ehe der Hype und kommerzielle Erfolg des Genres erstmal abflauten.

Nicht tot zu kriegen!

Mitte der 1990er erlebte der Slasher-Film eine Wiederauferstehung, die jedoch weniger verwundert, als die ewige Wiederkehr seiner „Helden“. Denn Regie-Legende Wes Craven verpasste dem Genre mit „Scream – Schrei!“ (1996) eine wohltuende Frischzellenkur. Die augenzwinkernde Hommage wurde ein Kassenschlager, erhielt – ganz genrekonform – mehrere Fortsetzungen und erschuf mit Ghostface einen weiteren ikonischen Killer. Zugleich trat sie wie einst „Halloween“ eine neue Welle ebenfalls erfolgreicher Slasher los. Darunter beispielsweise „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ (1997) und „Düstere Legenden“ (1998), die ebenfalls fortgesetzt wurden. Und auch die alten Haudegen Michael, Jason, Freddy und Chucky forderten in Remakes und Reboots wieder ihren Blutzoll.

„Scream“ meets „Unknown User“

Motive des Slasher-Films finden sich seitdem auch in neueren Horror-Franchises wie „Saw“ (seit 2004) und selbstredend noch deutlicher in Backwood-Slashern wie „Wrong Turn“ (seit 2003). Zudem hält die Allgegenwärtigkeit moderner Kommunikation auch zunehmend Einzug in den Horrorfilm. „Unknown User“ (2014) und „Unfriend“ (2016) platzieren ihr Schreckensszenario direkt in Kurznachrichten, Videochats und die Welt von Social Media.

Von Beginn an spielt sich die Handlung in Slasher-Filmen oft im Kreis von Studierenden oder einer Highschool ab. Eben jene Orte, die im jungen Alter der Figuren den sozialen Mittelpunkt bilden: hier trifft man die beste Freundin, hier findet die Clique zusammen und hier verlieben sich Pärchen. Aber hier ist man auch schnell „uncool“, gilt als Freak und wird Opfer von Ausgrenzung und Mobbing. Auch aus diesen Phänomenen speist sich das Genre seit jeher. Doch durch Social Media entwickeln sie eine zusätzliche Wucht. Erniedrigungen und Demütigungen ziehen weitere Kreise und drohen, dauerhaft wie ein Stigma im Netz zu bleiben.

Und genau an dieser Stelle setzt SLAYED – WER STIRBT ALS NÄCHSTES? an. Der Campus der fiktionalen Whiton University, an dem ein maskierter Killer mit scharfer Klinge für Angst und Schrecken sorgt, bildet zunächst den klassischen Rahmen des Genres. Es sind vor allem das Aufgreifen brisanter Phänomene wie Cyber-Mobbing und die Referenz an ein brandaktuelles Thema wie #metoo, die John Berardos Spielfilm-Adaption seines eigenen Kurzfilms „Dembanger“ (2013) zur logischen und zeitgemäßen Weiterentwicklung des Slasher-Genres machen.

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