Review zu „THE DARK AND THE WICKED // Ab 14. April 2022 im Kino!“

by Pierre Wilke

Regie: Bryan Bertino
Darsteller: Xander Berkeley, Marin Ireland, Michael Abbott Jr., Julie Oliver-Touchstone
Drehbuch: Bryan Bertino
Produzent: Bryan Bertino, Adrienne Biddle, Sonny Mallhi

Ab 14. April 2022 im Kino! im Verleih von Indeed Film

Horrorfilme müssen nicht unbedingt plausibel oder logisch sein, um gut zu sein. Manche sind am besten, wenn sie alle zwei Adjektive in den Wind schlagen. Entscheidend ist, ob sie überzeugend sind oder nicht. Was uns in Gruselfilme – und in ihre verborgenen Kammern und versunkenen Orte – zieht, ist der Glaube, ob er nun zu den Figuren oder zu uns gehört.

The Dark and the Wicked ist ein fieser, effektiver, psychologischer Spukhaus-Horror über eine bösartige Macht, die sich in einem abgelegenen texanischen Farmhaus niederlässt (gedreht im Haus der Familie von Regisseur Bryan Bertino). Es gibt wahrscheinlich keinen einzigen gruseligen Moment, der für Horrorfans neu sein wird, aber Bertino führt mit so viel technischem Gespür Regie.

Zur Geschichte:

Louise (Marin Ireland) ist zu Besuch auf der Farm, wo ihr schwerkranker Vater (Michael Zagst) im Sterben liegt. Ihr Bruder Michael (Michael Abbott Jr.) ist auch da, der emotional ausweicht und nur selten Blickkontakt aufnimmt. Alles auf der Farm ist sehr unheimlich: Die Schafe in der Scheune, das Klappern der selbstgebauten Windspiele. Das Land selbst wirkt verlassen.

Als die Geschwister eines Abends auf der Veranda Bier trinken, bekommen sie ein schlechtes Gewissen, weil ihnen klar wird, wie lange es her ist, dass sie sich das letzte Mal gesehen haben. Seltsam ist nur, dass ihre Mutter (Julie Oliver-Touchstone) sie nicht gerade willkommen heißt. Denn In ihrem Tagebuch schreibt sie, dass eine teuflische Macht das Haus übernommen hat.

©Indeed Film

Beim ersten Schrecken schneidet die Mutter Karotten mit einem sehr großen Messer ab. Das Schlimmste aber kommt von der bösen Präsenz (im Abspann als „der Böse“ bezeichnet), die das Publikum in einigen blutig-kalten „er ist hinter dir“-Momenten im Schatten sieht. Doch es passieren noch schlimmere Dinge ( Die werde ich euch nicht verraten, sonst wisst ihr es schon).

The Dark and the Wicked beginnt sehr ruhig und ohne viele Worte. Es passiert noch nicht viel, aber was passieren könnte ist sehr vorhersehbar.

Zu den einzelnen Charakteren der Mutter, Vater, Kinder kann man keine richtige Verbindung aufbauen. Es sind nicht viele Gefühle vorhanden, auch wenn es ein Horrorfilm ist. Die Schauspieler entwickeln sich im Film auch nicht. Es ist deshalb schwierig Gefühle aufzubauen.

Klar gibt es ein paar Grusel- und Schockmomente die gut umgesetzt worden sind (Habe mich auch manchmal erschrocken). Aber dann war es das auch schon wieder (sie funktionierten zum Teil gut).

Zum Ende hin ist The Dark and the Wicked ein sehr erdrückender und ekliger Film, wo viel Blut eine Rolle spielt, die aber gut in Szene gesetzt worden sind.

Der Sound und die visuellen Momente werden Atmosphärisch gut in die jeweiligen Szenen eingesetzt.

Fazit: Von der Grundidee ist der Film gut, aber die Idee ist unausgereift und das ganze Potential wurde nicht ausgeschöpft.

Bewertung:

3 von 5

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