Review zu „THE STAND“

by Pierre Wilke

Darsteller: ‎ James Marsden, Odessa Young, Owen Teague, Whoopi Goldberg, Amber Heard
Regie: Josh Boone

1978 schrieb Stephen King „ The Stand“ einen Roman, in dem 99,4 Prozent der menschlichen Bevölkerung aufgrund einer sich schnell ausbreitenden Viruspandemie ausgelöscht wurden.

Vielleicht löst das 43 Jahre später in diesem Moment zu sehr einen Handlungspunkt aus, aber wenn Sie das unheilvolle Husten und Schniefen überstehen, dann gibt es eine ehrgeizige Geschichte über den Kampf zwischen Gut und Böse.

Wenn wir oft-grauenhaft sagen, meinen wir es auch so. Eines der körperlichen Symptome des tödlichen Virus „Captain Trips“ kurz vor dem Tod ist ein aufgeblähter Hals, wo beim anfassen Eiter austritt. Es ist ein Anblick, der den Magen umdreht. Natürlich fließt auch Blut.

Während „Captain Trips“ ganze Städte und Dörfer auslöscht, sacken verrottende Leichen hinter Autorädern und Esstischen zusammen, während Feuer in Manhattan-Hochhäusern brennen. Die Pandemie riss durch die Körper der Menschen und breitete sich so schnell aus, dass es weniger als einen Monat dauerte, um die Zivilisation zu beenden. Diejenigen, die gegen das Virus immun sind, sind die wenigen Überlebenden der Verwüstung, darunter Stu (Marsden), Larry (Jovan Adepo), Frannie (Young), Glen (Kinnear) und Nick (Henry Zaga). Alle fünf aus verschiedenen Teilen der USA haben in lebhaften Träumen eine alte Frau gesehen.

Mutter Abagail (Goldberg) taucht mitten in einem Maisfeld auf und ruft sie nach Boulder, Colorado, wo Hunderte von Überlebenden eine neue Form der Gesellschaftsordnung aufgebaut haben. Viele sehen darin eine Chance, die Fehler der Menschheit umzuschreiben.

An anderer Stelle versammelt sich ein anderes übernatürliches Wesen, der dunkle Zauberer Randall Flagg (Skarsgard). Seine Verführung von verletzlichen Geistern und mit Forderungen nach Loyalität wird Gut gegen Böse ausspielen. Skarsgards Flagg ist das große Übel der Serie, aber er wirkt fast eher wie eine schelmische Manifestation dunkler Mächte in der schrillsten tonalen Dissonanz von The Stand. Sein zwinkerndes, fröhliches Gesichtsabzeichen und Skarsgards Lächeln weisen auf den Ehrgeiz der Schöpfer Josh Boone und Benjamin Cavell hin, eine Serie zu haben, die dunkler und verspielter ist als die, die sie montiert haben.

Wenn überhaupt, ist die bedrohlichste Figur der abscheuliche Harold Lauder (Owen Teague), dessen Verlangen und selbsttäuschender Anspruch auf Frannie weit abstoßender ist als ein dämonisches Wesen, dessen Daseinsberechtigung nur um des Bösen willen böse zu sein scheint.

Die Übergänge zwischen ernstem Drama und purem Horror zu schwarzer Komödie wirken mühsam oder gar vernachlässigt, da nie die notwendige klangliche Brücke geschaffen wurde. Hier fällt The Stand am stärksten um. Der andere Fehler – je nach eigenen Vorlieben – ist, dass die Serie langsam voranschreitet. Es verbringt den Großteil der frühen Episoden mit Rückblenden, wie jede Hauptfigur dort gelandet ist, wo sie jetzt ist. Dies ist großartig für die Charakterbildung, nimmt aber den Schwung der Erzählung.

Der Stand ist eine gemischte Tasche. Obwohl es sich anfühlt, als ob seine von einer Pandemie initiierte Handlung zu nah an unserer eigenen Realität wäre, ist es tatsächlich genug entfernt, um nicht das Gefühl zu haben, dass Sie eine prophetische Dokumentation über das, was als nächstes kommt, sehen. Und es ist genug drin – Charaktere, in die Sie sich einbringen können. Die Serie hat viele Star Darsteller wie James Marsden, Alexander Skarsgard, Amber Heard, Odessa Young, Whoopi Goldberg und Greg Kinnear umfasst, mangelt es nicht an Starpower. Es gibt sogar effektive, unvergessliche Gastauftritte von Leuten wie J.K. Simmons, Heather Graham und Hamish Linklater.

9 Episoden auf 3 Discs

Disc 1:
– Wir sind die Zukunft
– Acht Millionen Leichen
– Der Erste von Vielen

Disc 2:
– Das Haus der Toten
– Niemals ist eine lange Zeit
– Die Bombe

Disc 3:
– New Vegas
– Bring mir das Feuer
– Der Kreis schließt sich

Bonus:

Inkl. Bonus Disc von dem TV Film Stephen King’s „The Stand – Das letzte Gefecht“; Ein Apokalyptisches Epos: Neuverfilmung von „The Stand“; Gag Reel; Wendecover

Bewertung:

3 von 5

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.