Review zu „Hunter Killer“ Seit dem 07. März 2019 als DVD, Blu-ray, 4K UHD mit HDR und digital Concorde Home Entertainment

by Pierre Wilke


Regie: Donovan Marsh
 
Mit: Gerard Butler, Gary Oldman, Common, Michael Nyqvist, Linda Cardellini u.v.m.

Der neue U-Boot-Thriller Hunter Killer ist wie eine Übertragung aus einer alternativen Realität, in der amerikanische und russische Präsidenten immer noch mit einem gewissen Anstand von Würde handeln, in der hochrangige Beamte immer noch regelmäßig Professionalität zeigen. Natürlich wurden Militärfilme wie diese immer in einer Art beruhigender Phantasie gehandelt: Sie stellen uns mit apokalyptischen Situationen vor, versichern uns dann aber, dass irgendjemand, irgendwo das Richtige tut, damit alles wieder gut wird.

Hunter Killer folgt der USS Arkansas, einem U-Boot, das vom Navy-Arbeiter Joe Glass (Gerard Butler) getragen wird. Er soll den Untergang eines anderen U-Bootes durch Russen in den eisigen Gewässern der Barentssee untersuchen und befindet sich in der Mitte einer internationalen Krise. Der russische Präsident (Alexander Diachenko) wurde von seinem Verteidigungsminister während eines Besuchs im Marinestützpunkt Kola Bay im äußersten Nordwesten des Landes gestürzt. Die Verräter wollen die Amerikaner in eine Konfrontation locken.

Um sie aufzuhalten, wird eine Gruppe von Navy SEALs, die bereits in die Kola Bay eindrangen, um verdächtige Vorgänge in der Basis zu beobachten, vom Konteradmiral John Fisk (Common) im Pentagon befohlen, den russischen Präsidenten vor seinem Präsidenten zu retten. Indem sie ihn entführen und an Bord der Arkansas bringen. Um an den Stützpunkt zu gelangen, muss das Arkansas U-Boot durch die mit Minen übersäten Gewässer des Murmansk-Fjords navigieren. Dazu muss es sich auf den russischen U-Boot-Kapitän Andropov (den verstorbenen Michael Nyqvist) verlassen, den er vor den Trümmern eines anderen versunkenen Schiffes gerettet hat und als Kriegsgefangener hält.

Es ist unnötig zu erwähnen, dass dies zu Aufruhr unter der ohnehin angespannten Crew des amerikanischen U-Bootes führt. Die meisten dieser Russen haben ihre Mitsegler auf dem anderen U-Boot umgebracht.

Zurück in Washington DC, wird Fisk inzwischen von dem Vorsitzenden der Stabschefs (Gary Oldman, warum nicht) angeschrien, der den Entführungsplan für verrückt hält. Aber jeder scheint zu verstehen, dass sie zusammenarbeiten müssen, damit wir nicht alle sterben.

Oh, und der Präsident der Vereinigten Staaten ist eine weisse blonde Frau, weil dieser Film im Sommer 2016 gedreht wurde. Sie bekommt nicht viel, weil in solchen Filmen der Oberbefehlshaber meistens da ist für einige Sekunden um nachdenklich auszusehen. Früher waren solche Pro-Forma-Szenen oft ein wenig propagandistisch. Nun, es ist schön, ein paar Stunden in einer fiktiven Welt zu verbringen, in der wir uns keine Sorgen machen müssen, dass der amerikanische Präsident etwas Idiotisches und Böses tut.

Und es ist ziemlich aufregend, obwohl es weitgehend vorhersehbar ist. Die meisten U-Boot-Bilder neigen dazu, sich auf die Welt des U-Boots selbst zu beschränken – um die angespannte Hochdruckumgebung besser ausnutzen zu können – aber Hunter Killer fügt der Dringlichkeit hinzu, indem er zwischen den verschiedenen Einstellungen hin und her wechselt. Jeder Plotpunkt ist aus mehreren Blickwinkeln zu sehen: Die Bigwigs im Pentagon beobachten die Überwachungskameras des SEAL Teams. Die U-Boote und Schiffe verwenden Periskope, Radargeräte und Funkübertragungen. Die Bösen, die die russische Basis übernommen haben, schauen durch ihre Fenster. Infolgedessen sehen wir, wie Missverständnisse und Provokationen (sowohl beabsichtigte als auch unbeabsichtigte) sich wie ein langsamer Zugunglück auftürmen. Dies ist eine clevere Methode, um dramatische und geopolitische Zusammenhänge zu bieten und gleichzeitig auf die Aktion konzentriert zu bleiben.

Butler ist für seinen Teil im Film gut geeignet, da es wirklich von ihm verlangt wird, dass er Standhaftigkeit und Handlungsbefugnis hat. Dies ist die grundlegende Ironie des U-Boot-Films, der nach wie vor eine der zuverlässigsten Macho-Action-Genres ist. Der Großteil des Films besteht aus herumstehenden Menschen die sich unterhalten, normalerweise über Befehlsketten, Taktiken und Strategien. Hauptsächlich wegen der Einstellung selbst – eine überfüllte Metallröhre, die Tausende von Metern unter dem Meer schwebt – ist schon von Natur aus angespannt.

Bei diesem Film wird man ganz schön nass……

Bonus:

3 spannende Featurettes; Audiokommentar; Deutscher und Original Kinotrailer;

Bewertung:

3 von 5

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