Zum Kinostart von DESTROYER am 14. März: Feature zu Nicole Kidman

by Pierre Wilke


Regie: Karyn Kusama
Darsteller: Nicole Kidman, Sebastian Stan, Tatiana Maslany, Toby Huss, Scoot McNairy, Bradley Whitford, Jade Pettyjohn, Beau Knapp und Toby Kebbell

Kinostart: 14. März 2019 im Concorde Filmverleih

Ab dem 14. März 2019 können Sie in DESTROYER Oscar®-Preisträgerin Nicole Kidman in ihrer wohl bisher kompromisslosesten Rolle erleben. Kidmans Karriere begann schon in jungen Jahren in ihrer Heimat Australien. Seit 1983 spielte sie in beeindruckenden 77 Produktionen mit und bewies immer wieder ihre schauspielerische Wandelbarkeit – jedoch nie so radikal wie in ihrem neuesten Film. Wie die Karriere des Superstars bisher verlief und was sie zu der Schauspielerin machte, die sie heute ist, erfahren Sie in unserem Feature.

Nicole Kidman – Die außergewöhnliche Karriere einer außergewöhnlichen Frau

Der größte Traum der in Hawaii geborenen Australierin war von Kindesbeinen an Schauspielerin zu werden. Daher besuchte Sie bereits im Alter von 14 Jahren bewusst eine Schauspielschule – eine Entscheidung, die sich bereits drei Jahre später auszahlte als sie ihre erste Auszeichnung – den AFI Best Actress Award – für die Miniserie „Vietnam“ gewann.

Nach weiteren australischen Produktionen feierte sie 1989 mit dem Psychothriller „Todesstille“ auch erste Erfolge in Amerika. Sieben Jahre harter Arbeit später erreichte Kidman, was andere Schauspielerinnen und Schauspieler ihr Leben lang erstreben: 1996 erhielt sie nicht nur ihre erste Nominierung für einen Golden Globe® als Beste Hauptdarstellerin (Komödie oder Musical) sondern gewann diesen auch für ihre Darstellung der Suzanne Stone in „To Die For“ (1995). 2002 folgte ihre erste Oscar®-Nominierung für ihre Rolle im innovativen Musical „Moulin Rouge!“. Im gleichen Jahr wurde sie zudem nicht nur für diesen Film, sondern ebenfalls für „The Others“ für einen Golden Globe® als beste Schauspielerin nominiert und gewann für ihre Rolle als Satine.

Spätestens seit 2003 zählt Nicole Kidman endgültig zu den Größen Hollywoods, denn in diesem Jahr gewann sie als erste Australierin einen Oscar® als Beste Hauptdarstellerin für ihre Darstellung der Virginia Woolf in „The Hours: Von Ewigkeit zu Ewigkeit“. Ihre Leistung in diesem Film brachte ihr zudem einen Golden Globe® als Beste Hauptdarstellerin in einem Drama, einen BAFTA® als Beste Hauptdarstellerin und einen silbernen Bären® als beste Darstellerin ein.

Auffällig dabei ist, dass sie bei ihrer Rollenwahl eindeutig vor keiner Herausforderung zurückschreckt. Wie sie gerne auch in Interviews hervorhebt, interessieren sie vor allem Stoffe, die etwas Dunkles und Tragisches an sich haben. Im vergangenen Jahr z.B. gewann sie, zusammen mit ihren Co-Produzentin und Co-Schauspielern Reese Witherspoon, besondere Anerkennung für die Serie „Big Little Lies“ (2017-heute). Gesellschaftlich wurde von vielen Seiten die Besprechung eines wichtigen Themas gelobt, schauspielerisch wurde Kidman mit ihrem ersten Emmy® als beste Hauptdarstellerin geehrt. Doch ihre Rolle als Opfer von häuslicher Gewalt, war nicht die erste und auf keinen Fall die letzte Darstellung einer herausfordernden Geschichte.

In DESTROYER entschied sie sich ein weiteres Mal, eine Frau zu portraitieren, die von Schicksalsschlägen in ihrem Leben nicht verschont blieb. In dem unerbittlichen Neo-Noir-Thriller zeigt Kidman die vielleicht bis dato eindringlichste Performance ihrer Karriere. Sie spielt die Polizistin Erin Bell, eine innerlich wie äußerlich zerstörte Frau, die nur noch ein Schatten ihrer selbst ist und dennoch die Stärke aufbringt, sich auf die Jagd nach einem Bandenboss zu machen.

Diese mutige Entscheidung war einer der Gründe, die Regisseurin Karyn Kusama von der Wahl ihrer Hauptdarstellerin überzeugten: „Mich faszinierte, dass Nicole noch nie einen solchen Part gespielt hat. Das fühlte sich so frisch und unverbraucht an. Den Gedanken, dass eine Schauspielerin von ihrem Format sich dieser Feindseligkeit und Aggression stellen wollte, fand ich aufregend.“ Das Interesse am Film beteiligt zu sein, kam von Nicole Kidman selbst. Sie las das Drehbuch, da sie die Projekte von Karyn Kusama schon in den Vorjahren verfolgt hatte und die Grundidee in Kombination mit der Regisseurin spannend fand.

Auch die Presse zeigt von allen Seiten Begeisterung, so sprich Variety von „Nichts was Nicole Kidman bisher gemacht hat ist vergleichbar mit DESTROYER!“ und comingsoon.net bemerkt: „Der beste Film, den Nicole Kidman je gemacht hat!“.

Zum Inhalt:

Ein Mordfall wie jeder andere – so scheint es. Erin Bell (NICOLE KIDMAN), Polizistin in Los Angeles wird schnell eines Besseren belehrt: Indizien am Tatort deuten darauf hin, dass eine verschollen geglaubte Person aus ihrer Vergangenheit wieder zurück ist. Silas (TOBY KEBELL) ist der Grund, warum Erin heute ein Schatten ihrer selbst ist, eine gebrochene, innerlich wie äußerlich zerstörte Frau, die durch ihr Leben stolpert wie eine Untote. 17 Jahre sind vergangen, seit Erin als verdeckt arbeitende FBI-Agentin Silas zum ersten Mal auf der Spur war. Damals endete die Ermittlung in einer Katastrophe. Jetzt sieht Erin die Gelegenheit gekommen, ihre Sünden von einst wieder gut zu machen und Silas zur Strecke zu bringen. Koste es, was es wolle…

Nicole Kidman zählt zu den wandlungsfähigsten und vielseitigsten Schauspielerinnen der Gegenwart. Aber so wie in diesem kompromisslosen Thriller hat man die Oscar®-Gewinnerin noch nie gesehen: Als Erin Bell ist sie schlicht nicht wiederzuerkennen und liefert die vielleicht eindringlichste und kompromissloseste Darstellerleistung ihrer triumphalen Karriere. Sie überzeugt durch und durch als abgehalfterte Polizistin in der Stadt der Engel, die nach Jahren in der Verdammnis die Chance auf Erlösung erhält. Karyn Kusama (GIRLFIGHT) ist ein packender L.A. Noir gelungen, ein intensives Copmovie in der Tradition von DIRTY HARRY, SIEBEN, HEAT und BAD LIEUTENANT. An der Seite von Nicole Kidman spielen Sebastian Stan (AVENGERS: INFINITY WAR), Tatiana Maslany („Orphan Black“) und Toby Kebbell (PLANET DER AFFEN: REVOLUTION).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.