Von Panem bis SINGULARITY: Die besten Teenager-Dystopien – SINGULARITY ab 06. Juni als Blu-ray, DVD und digital // EuroVideo

by Pierre Wilke

 

Die besten Teenager-Dystopien

 

Regie: Robert Kouba

Darsteller: John Cusack („2012“), Jeannine Wacker („Sturm der Liebe“), Carmen Argenziano („Illuminati“), Julian Schaffner u.v.m.

Ab 06. Juni 2018 als DVD, Blu-ray und digital

EuroVideo

 

Was tun, wenn die Welt am Abgrund steht? Wenn die Gesellschaft, so wie wir sie kennen, nicht mehr existiert und das menschliche Zusammenleben und vor allem Überleben völlig neue Formen annimmt? Filme mit dystopischem Setting erfreuen sich seit jeher großer Beliebtheit. Seit einigen Jahren stehen dabei immer häufiger Teenager im Vordergrund, die sich gegen die Regeln der oftmals totalitären Regierungen sträuben.

 Wir nehmen die bevorstehende Veröffentlichung des spannenden Science-Fiction-Thrillers SINGULARITY am 06. Juni 2018 im Home Entertainment zum Anlass, die besten Teenager-Dystopien vorzustellen.

 

 

Singularity (2018)

Wir schreiben das Jahr 2020. Als der Wissenschaftler Elias van Dorne, gespielt von keinem geringeren als Hollywood Veteran John Cusack, eine künstliche Intelligenz erschafft, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt, ahnt noch niemand, dass er damit das Ende der Menschheit einläutet. Viele Jahre später liegt es nun an der mutigen Calia, verkörpert von „Sturm der Liebe“-Star Jeannine Wacker, in der zerstörten Welt eine neue Zuflucht für die menschliche Rasse zu finden. „SINGULARITY“ behandelt dabei Themen wie Mut, Liebe und die Frage, was einen Menschen überhaupt zum Menschen macht. Doch wo nahm dieses Genre rund um ein dystopisches Setting und heroische Jungdarsteller seinen Anfang?

 

 

Die Tribute von Panem (2012)

Mit diesem Film fing alles an. Als im Jahr 2012 „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ erschien, wurde eine wahre Flut an Genre-Vertretern losgetreten. Jennifer Lawrence, die in den insgesamt vier Teilen der extrem erfolgreichen Filmreihe die Hauptrolle der selbstbewussten Katniss Everdeen übernahm, wurde damit quasi über Nacht zum Vorbild zahlloser junger Frauen.

Die Filmhandlung, die auf der gleichnamigen Romanreihe von Suzanne Collins basiert, zeigt ein verwüstetes Amerika der fernen Zukunft, das von einem totalitären Regime kontrolliert wird. Um seine Position zu festigen, veranstaltet die Regierung einmal jährlich die sogenannten Hungerspiele, bei denen sich 24 Jugendliche in einer riesigen und hochmodernen Arena bis auf den Tod bekämpfen müssen. Das Ganze wird als überaus erfolgreiche Fernsehshow vermarktet und dient der reichen Oberschicht als morbide Belustigung. Als Katniss Everdeens jüngere Schwester per Los zur Teilnahme an dem blutigen Schauspiel gezwungen werden soll, meldet sich Katniss freiwillig, um ihren Platz einzunehmen. Im Laufe der Spiele kämpft sie nicht nur ums nackte Überleben, sondern wird auch unbeabsichtigt zur Symbolfigur einer aufkeimenden Revolution.

Für die bis dahin beim breiten Publikum eher unbekannte Lawrence markierte dieser Film den endgültigen Durchbruch. Besonders beliebt macht sie bei den Fans ihre unkonventionelle Art und ihr oftmals „lockeres“ Mundwerk. So soll sich am Filmset ein großes Glas befunden haben, dass als Fluchkasse diente und mit Geld zu füllen war, wenn einer der Darsteller laut fluchte. Mindestens die Hälfte des Inhalts soll dabei auf Lawrences Kosten gegangen sein.

 

 

 

Die Bestimmung – Divergent (2014)

 Es war nur eine Frage der Zeit, bis nach dem überwältigenden Erfolg der „Die Tribute von Panem“-Filmreihe weitere Vertreter erscheinen würden. Im Jahr 2014 folgte „Die Bestimmung – Divergent“ mit Shailene Woodley in der Hauptrolle. Wie schon die Filme um Jennifer Lawrence basierte auch „Die Bestimmung“ auf einer Reihe von Jugendromanen.

Ebenfalls in einer fernen Zukunft angesiedelt, wird die Bevölkerung der ehemaligen USA ab dem 16. Lebensjahr in fünf Fraktionen unterteilt. Die gewählte Fraktion gilt fortan als Familie und bestimmt das weitere Leben. Um die schwerwiegende Entscheidung zu erleichtern, werden alle Jugendlichen vorab einem Test unterzogen, der die Fraktion finden soll, die am besten zu ihrer Persönlichkeit passt. Als Beatrice Prior diesen Test absolviert, geschieht jedoch das scheinbar Unmögliche: Sie lässt sich nicht auf eine bestimmte Fraktion festlegen und gilt damit als sogenannte „Unbestimmte“. Derart durch das Raster gefallene Personen gelten als Gefahr für das System und werden beseitigt, weshalb Beatrice fortan unerkannt bleiben muss. Als sie sich der kampfeslustigen Fraktion der Ferox anschließt, deckt sie nach und nach eine grauenhafte Verschwörung auf und erkennt, dass sich eine gesamte Fraktion in tödlicher Gefahr befindet.

Der Erfolg der „Panem“-Reihe zahlte sich dabei gleich in doppelter Hinsicht für „Divergent“ aus. So stand nicht nur plötzlich eine breite Zielgruppe für das Thema zur Verfügung – Lions Gate Entertainment stockte das Budget der Produktion außerdem um mehr als das Doppelte auf. Bisher erschienen insgesamt drei Teile, womit die Roman-Trilogie abgeschlossen ist. Ein vierter Film war in Planung, wurde jedoch wieder verworfen, nachdem Hauptdarstellerin Woodley ihren Vertrag nicht verlängerte. Aktuell wird an einer Umsetzung als Fernsehserie gearbeitet.

 

 

Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth (2014)

 Im gleichen Jahr erschien mit „Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth“ der Auftakt einer weiteren Reihe von Jugendroman-Verfilmungen.

Der junge Thomas erwacht in einem aufwärts rasenden Fahrstuhl und kann sich nicht erinnern, wie er dorthin gelang. Als er schließlich sein Ziel erreicht, findet er sich auf einer riesigen Lichtung wieder, umringt von zahlreichen männlichen Jugendlichen. Diese klären ihn darüber auf, dass er sich nun im „Labyrinth“ befindet, einem riesigen Irrgarten, der ihre Zuflucht zu allen Seiten umschließt. Keiner der Jugendlichen kennt den Grund desAufenthalts, nur ein Ziel ist klar: Entkommen! Scheinbar unmöglich ist dieses Vorhaben jedoch nicht nur durch das Labyrinth selbst, sondern vor allem durch die darin enthaltenen Fallen und tödlichen Monster. Für Thomas und seine neu gewonnenen Begleiter beginnt ein Kampf ums Überleben, bei dem auf jede Antwort zwei neue Fragen folgen. Wer hat das Labyrinth erbaut? Warum sind sie hier? Und wer ist das mysteriöse Mädchen, das eines Tages die Lichtung erreicht und mit dessen Ankunft sich schlagartig alles verändert?

Um die Darsteller auf die fordernden Dreharbeiten vorzubereiten und ihnen ein Gefühl für das harte Überleben in der Natur zu geben, ließ Regisseur Wes Ball den kompletten Cast im Vorfeld ein Bootcamp absolvieren. Das finaleFilmset war dann tatsächlich alles andere als sicher. So mussten während der Dreharbeiten mehrere Schlangenfänger beschäftigt werden, die das Gelände von über 25 Giftschlangen befreiten.

 

Der Hype setzt sich fort

Im Laufe der letzten Jahre erschien außerdem eine kleine Zahl weiterer auf Romanvorlagen beruhender Filme, die jedoch nicht an den Erfolg der großen Blockbuster-Reihen anknüpfen konnten. Unter anderem erschien so im Jahr 2013 der Science Fiction Film „Seelen“, der auf dem gleichnamigen Roman von Stephenie Meyer basiert. Meyer sorgte zuvor weltweit mit der „Twilight“-Romanreihe für Aufsehen, die ebenfalls extrem erfolgreich als Filmreihe umgesetzt wurde. In „Seelen“ wird die Erde von einer außerirdischen Rasse heimgesucht, die nach und nach die Körper der Menschen übernimmt und diese anschließend kontrolliert. Als Melanie Stryder, gespielt von Saoirse Ronan, von dem außerirdischen Wesen Wanda befallen wird, gibt sie jedoch nicht so einfach auf und wehrt sich gegen die Besetzung. Mit weitreichenden Folgen für die gesamte Menschheit.

Nur ein Jahr später erschien „Hüter der Erinnerung – The Giver“ (2014). In dieser alternativen Realität scheint die Welt perfekt zu sein. Es gibt keine Kriege mehr, keine Armut und keine Gewalt. Grund dafür ist eine Droge, die jedem Menschen verabreicht wird und die jegliche Gefühle und Erinnerungen unterdrückt. Der 16-jährige Jonas kann jedoch als sogenannter Hüter der Erinnerungen als einziger die Hintergründe dieser scheinbar perfekten Welt erkennen und beschließt, die Menschen aufzuklären. Mit Jeff Bridges und Maryl Streep eigentlich hochkarätig besetzt, blieb „The Giver“ dennoch weit hinter den Erwartungen zurück. So verzeichnete er lediglich 35% positive Kritiken auf Rotten Tomatoes und wurde von einem Großteil der Kritiker höchstens gemischt aufgenommen.

Das Motiv der außerirdischen Eroberer wurde noch einmal in „Die 5. Welle“ aufgegriffen, der im Jahr 2016 veröffentlicht wurde. Während die Besucher in „Seelen“ die Menschheit noch durch vergleichsweise harmlose Bewusstseinskontrolle zu unterjochen versuchten, setzen die Aliens in „Die 5. Welle“ stattdessen auf brutale Gewalt. In fünf einzelnen und immer ausgefeilteren Angriffswellen wird die menschliche Rasse dabei an den Rand der Auslöschung getrieben. Eine kleine Gruppe Jugendlicher um Cassie Sullivan, gespielt von Chloë Grace Moretz, nimmt jedoch den Kampf auf und versucht, sich der namensgebenden 5. Welle entgegenzustellen: Die Umerziehung der überlebenden Kinder zu Soldaten, die nun Jagd auf ihre eigenen Angehörigen machen.

 

Zum Film:

Im Jahr 2020 stellt Elias van Dorne (John Cusack), CEO des weltweit größten Herstellers von Robotern, seine bisher mächtigste Erfindung vor: Kronos, ein Super-Computer, der das Ende aller Kriege bedeuten soll. Doch Kronos erkennt blitzschnell, dass der einzige Feind des weltweiten Friedens der Mensch selbst ist. Der Computer richtet alle Waffen und Roboter gegen die Menschheit und rottet diese über Nacht so gut wie aus. 97 Jahre später hat nur noch eine kleine Zahl von Menschen überlebt und versteckt sich tagein tagaus vor den Killer-Maschinen. Doch die beiden Teenies Andrew (Julian Schaffner) und Calia (Jeannine Wacker) schließen sich zusammen, um in eine unbekannte Welt vorzustoßen, von der es heißt, dass es dort keine Roboter gebe. Sie brechen auf zu einer beschwerlichen und gefährlichen Reise – ohne zu wissen, ob es die neue Heimat überhaupt gibt.

Regisseur und Drehbuchautor Robert Kouba versammelte für sein herausragendes Spielfilmdebüt SINGULARITY einen beeindruckenden Cast. Neben John Cusack, der für seine Hauptrolle in „High Fidelity“ eine Golden Globe®-Nominierung erhielt, stand u.a. die Schweizer Schauspielerin Jeannine Wacker vor der Kamera.

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