Review zu „The Gentlemen“ mit einer Allstar Besetzung

by Pierre Wilke

mit
Matthew McConaughey, Hugh Grant, Charlie Hunnam, Colin Farrell,
Michelle Dockery, Henry Golding, Jeremy Strong, Eddie Marsan u.a.
 
Regie & Drehbuch: Guy Ritchie
 
Kinostart: 27. Februar 2020
im Verleih von Leonine

Guy Ritchies „The Gentlemen“ mit Matthew McConaughey bietet allen einen maßgeschneiderten Tweed-Anzüge und die rauchige Atmosphäre eines hübschen Scotch-Werbespots. „The Gentlemen“ ist vielleicht keine Werbung, aber Ritchies Film verkauft mit Sicherheit etwas.

Es handelt sich um eine Vision, in der „echte Männer“ ihr Geschäft mit einem Hauch von Klasse abwickeln. Es gibt diejenigen, die es bekommen und diejenigen, die es nicht bekommen. In „The Gentlemen“ wird jeder kriminelle Aspirant, dem der richtige Elan fehlt, klargestellt, bis das Unterweltimperium des Verbrechensbosses Mickey Pearson (McConaughey) ausreichend geschützt ist.

„Wenn du der König des Dschungels sein willst, reicht es nicht aus, dich wie der König zu verhalten. Du musst der König sein “, erzählt Matthew McConaugheys Gangster in der Eröffnung des Films. Sie spiegelt das übergreifende, brustschlagende Ethos von „The Gentlemen“ wider, einem hochhackigen, sternenklaren Krimi, der eine retrograde Männlichkeit mit dem Hokuspokus predigt damit.

„The Gentlemen“ bringt Ritchie wieder in sein Element, zum Guten und Schlechten, zusammen mit einer All-Star-Besetzung, zu der Charlie Hunnam, Hugh Grant, Colin Farrell, Jeremy Strong und Henry Golding gehören. Von Anfang an wird viel geblinzelt. Mickey betritt eine Kneipe, in der ein Barkeeper ein Pint der eigenen Mikrobrauerei des Regisseurs, Gritchie’s English Lore, zeichnet. Die Szene endet mit mysteriösem Blutvergießen. Nach dem Abspann wechselt es zu einer Geschichte, die ein erpressender Boulevardjournalist namens Fletcher (Grant) Mickeys Consiglieri Raymond (Hunnam) erzählt.

Er erzählt seinen Shakedown auf aufwändige Weise und formuliert die Geschichte, die er mit 20 Millionen US-Dollar verlangt, nicht als Drehbuch mit dem Titel „Bush“. Raymond hört meistens geduldig zu – er grillt Fletcher ein Steak und hält sich an sein gelegentliches Lachen -, während Fletcher beschreibt, wie Mickey versucht hat, seine Marihuanafarm zu verkaufen Reich für 400 Millionen Dollar, stieß aber plötzlich auf unzählige Kopfschmerzen. Sein potenzieller Käufer ist ein wohlhabender jüdischer Mann, der von Jeremy Strong von „Succession“ gespielt wird, und der größte Hinweis darauf, dass er irgendwie hinter dem Problem steckt, ist die feige Art seines Charakters, die in der Welt von „The Gentlemen“ seine Duplizität signalisiert. Es gibt auch einen aufstrebenden chinesischen Gangster Dry Eye (Golding), und Sie können sich vorstellen, dass er sich als der schlechte Verbrecher herausstellt, der Mickeys Statur nicht würdig ist.

Es ist nicht so, dass Ritchies Film keinen Reißverschluss hat. Die vielschichtige Erzählung wird, sobald sie nach längerer Darstellung lebendig wird, geschickt dargestellt. Und einige der Schauspieler sind gut, besonders Farrell als schützender Boxtrainer, dessen Kinder sich versehentlich engagieren. Und allein Hunnams Anwesenheit hält den Film auf dem Boden. Aber der Film erhöht immer wieder die Tapferkeit seiner Gentlemen-Helden auf Kosten derer, die ihnen nicht ähnlich sind. Es verleiht diesem Glas Gritchie’s English Lore einen bitteren Geschmack.

Bonusmaterial

Glossary of Cannabis, Best Gentlemen Quips, Behind the Scenes, What is a Guy Ritchie Film?

Bewertung

3 von 5

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