Review zu „Yes, God, Yes – Böse Mädchen beichten nicht“

by Pierre Wilke

Ein Film von Karen Maine
mit Natalia Dyer, Francesca Reale, Alisha Boe, u. v. m.

seit dem 29. Januar 2021 digital verfügbar
seit dem 5. Februar 2021 auf DVD und Blu-ray
 Im Verleih von capelight pictures

Natalia Dyer spielt ein katholisches Mädchen, das in Karen Maines kluger religiöser Satire ein tiefgreifendes sexuelles Erwachen erlebt. Diese charmante Debüt-Erzählung der Autorin / Regisseurin Karen Maine thematisiert Themen wie Religion und Jugend aus weiblicher Perspektive. Es wurde von Maines eigenen Erfahrungen als katholischer Gymnasiastin inspiriert und zeigt die Entdeckung der Masturbation durch eine junge Heldin auf gesunde und häufig komische Weise.

Beginnend mit einem Vers aus dem Buch der Offenbarung, dem ordnungsgemäß ein Vers über das „Werfen eines Salats“ folgt, fühlt sich die subtile Satire des Films über Sexualmoral in Amerika längst überfällig an. Wir spielen in den frühen 2000er Jahren im Mittleren Westen und folgen der süßen 16-jährigen Alice (Natalia Dyer), die ihre fromme Schule besucht und Erlösung von ihrem schuldbewussten, profanen AOL-Chat sucht. Alice gerät in eine Schande, wenn unzüchtige, rassige Bilder in ihre Gedanken eindringen, und muss sich bald einem Teil ihrer selbst stellen, der angesichts ihres und des Glaubens ihrer Schule an „Gottes Plan“ zu fliegen scheint.

Alice nimmt an einem halb-fiktionalisierten Kurs teil, die von ihrer Schule organisiert wurde, um ihren sündigen Drang nach Selbstvergnügen zu überwinden, und verbringt ein langes Wochenende damit, ihre Beziehung zu Jesus zu stärken. Aber sie beginnt schnell, sowohl an sich selbst als auch an den frommen Menschen um sie herum zu zweifeln. Nachdem Alice sich in den athletischen Chris (Wolfgang Novogratz) verknallt hat und entdeckt hat, dass die enthusiastischsten Katholiken in ihrer Gruppe den Lehren der Schule widersprechen, findet sie sich schließlich mit der einen Veränderung ab, die sie lange vernachlässigt hat: der, die in ihr geschieht.

Dyer gibt eine zuordenbare Leistung in der Hauptrolle und füllt die Schuhe der unschuldigen und naiven Alice auf eine Weise, die den Film über die durchschnittliche Teenie-Komödie erhebt. Während sie sich von einem schüchternen, durcheinandergebrachten Mädchen zu einer gewagten und selbstbewussten Frau entwickelt, untergräbt Yes, God, Yes das Stereotyp des „guten Mädchens“, das so oft in frauenzentrierten Coming-of-Age-Filmen zu sehen ist. Entscheidend ist, dass Maine nicht davor zurückscheut, die Unbeholfenheit und Unordnung des Erwachsenwerdens zu zeigen, und auf diese Weise wird ihr Film zu einer humorvollen und dennoch kraftvollen Aussage über die Stärkung des weiblichen Körpers. Offen zu bleiben, wenn es darum geht, Fehler zu machen, sollte immer gefördert werden.

Indem Maine Masturbation als etwas völlig Natürliches behandelt, vertritt sie die Idee, dass eine Person, wenn ihre Neugier unterdrückt wird, das Gefühl verliert, wer sie ist, und mit der Zeit sogar ihre Entscheidungsfreiheit. Das macht Ja, Gott, Ja so radikal. Während Alice anfänglich befürchtet, dass ihre neu entdeckte sexuelle Freiheit sie in die Hölle schicken könnte, ist es tatsächlich ihr soziales Umfeld, das die größte Bedrohung für sie darstellt. Dieser Film verwandelt einen sehr realen Kampf im Teenageralter in etwas Kurzes und Süßes und bietet sofortige Erleichterung für diejenigen, die ihn so dringend brauchen.

Bonusmaterial:

Yes, God, Yes – Der Kurzfilm; Entfallene Szenen; Outtakes; Kinotrailer;

Bewertung:

4 von 5

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